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WERKSTATT
... ein Blick auf Details bzw. den Zustand von Masken vor ihrer Fertigstellung.
Mit Fotos von Zwischenstadien möchte ich ein klein wenig vom handwerklichen Geschehen zeigen und wer will und ein Auge dafür "riskiert", kann - kurzer Klick zur Galerie - den einen oder anderen Vergleich mit einer fertiggestellten LOAVN anstellen.
Teufelsgesicht in der ausmodellierten, hölzernen Rohfassung.
Die angenäherte und übersteigerte Untersicht, verbunden mit einem stark schattenwerfenden Lichteinfall, lässt das Relief auf eindringliche Weise hervortreten. So oder ähnlich betrachte ich hin und wieder ein Werkstück während der bildhauerischen Bearbeitung. (Kiefernholz)
Blick in eine fertig ausgehöhlte Maskenschale.
Ein solches "Fundament" kann ich mit einer schlanken Aufpolsterung auskleiden, weil ich bei der Ausformung den übergeordneten Bau eines menschlichen Kopfes mit ins Kalkül gezogen habe; mit ein Grund, dass der Sitz der LOAVN als angenehm und stabil empfunden wird.
Das brauchbare Blickfeld aus einer hölzernen LOAVN heraus ist Thema, weil die zwei notwendigen Durchbrüche für's Herausschauen quasi in die Gesichtszüge der LOAVN hineinversteckt werden. Ansätze, diese "Sehschlitze" unauffällig zu integrieren, gibt es mehrere; möglicherweise so viele, wie es Kulturen gibt. Ein Teufelsgesicht vor Augen, aber genauso seine Rückseite, also die Innenseite der Fassade, halte ich mich an überlieferte Lösungen. Bei allen hängt das gute Sehen von einer Ausgewogenheit ab zwischen einerseits der Form, Größe und Verortung beider Durchbrüche und andererseits der Lage und Distanz, die man zu diesen innerhalb der LOAVN einnimmt (Stichwort: Polsterung). Dieses, ich nenne es Zugeständnis an hölzerne Masken wird von mir so behandelt, dass kleine, geplante und berechnete Kompromisse ein Sehen in ausreichendem Maße gewährleisten.
Bei dieser LOAVN werden die Sehschlitze nach dem Einfügen von Maskenaugen als Lücken übrig bleiben; einen Spielraum für außerplanmäßige Erweiterungen haben die Unterlider mit im Gepäck. (Zirbenholz)
Grundierungen leisten gute Dienste, will man glatte, homogene Oberflächen erzeugen. Die dünnschichtige, schwarz eingefärbte Kreidegrundierung bei dieser Maske lässt die Holztextur jedoch spürbar durchwirken, was am Ende auf seine Art den Gesamteindruck mitbestimmen wird.
Bevor diese Maske von mir mit einer Benzinlampe behutsam „angeflammt“ wurde, habe ich sie noch abfotografiert; ich wollte das Design und den Ausdruck in Holz bewahren. Die oberflächig verkohlende Holzsubstanz habe ich dann später als hauptsächliche Grundlage für die weitere Gestaltung verwendet.
Meist als „Perchtenmaske“ bezeichneter LOAVN-Typ in einer fortgeschrittenen Phase der Bemalung. Wirkt etwas störend? Was fehlt?
Einen eigenen Reiz können LOAVN ausüben, die nicht nur den Blick, sondern insgesamt das Gesicht - also eigentlich den Kopf - zur Seite wenden...gemeint ist freilich ohne Kopfwendung des Maskierten. Bereits in jungen Jahren diesem „Dreh“ in den Arbeiten des Hofgasteiner Bildhauers Sepp Lang (1898–1983) begegnet, war ich stets von dieser eigentümlich gesteigert wirkenden Spielart des Maskierens fasziniert.
Hier eine solche LOAVN, bereit zur Ausstattung mit Fell bzw. Haar.
ENTWÜRFE
Zeichnen ist bekanntlich für's bildhauerische Arbeiten hilfreich. Ich habe mich der Tradition gerne angeschlossen, Ideen oder Vorstellungen - die sogenannten Bilder im Kopf - spontan auf Papier festzuhalten. So gehen diese nicht verloren und bei Bedarf kann man auf sie zurückgreifen. Den Entwürfen von "Teufelsgesichtern" skizziere ich immer auch funktionelle Überlegungen mit ein.